Ein wichtiges Merkmal der Posaunenarbeit ist, dass junge und Ă€ltere BlĂ€serinnen und BlĂ€ser gemeinsam proben und auftreten, wie eine Familie, in der sich alle Generationen von der Musik begeistern lassen. Unsere BlĂ€serfamilie braucht immer wieder neue Mitglieder, um die LĂŒcken (aufgrund von beruflich oder studiumsbedingtem Wegzug) zu schlieĂen.
Wenn es gewĂŒnscht wird, spielen wir auch gerne fĂŒr Gemeindeglieder ab dem 70. Geburtstag ein festliches "StĂ€ndchen".
(Anmeldung bitte etwa 10 Tage vorher bei Frau Freyer.)
Probentermin: (neu) Donnerstags, 19 -21.30 Uhr im Neuen Gemeindesaal St. Johannis
Ansprechpartnerin ist Frau Margit Freyer (Tel. 0921/94123).
Geschichte des Posaunenchors St. Johannis
Von 1999 bis 2021 war Erich Wich, Obmann und Verwalter der BlĂ€serchronik, der folgenden Ăberblick ĂŒber die Posaunenchormusik bzw. einen RĂŒckblick auf die 90 Jahre des Posaunenchores St. Johannis verfasst hat.
Die Posaunenchormusik ist heutzutage aus der Kirchenmusik nicht mehr wegzudenken. Der Ă€lteste Posaunenchor in Bayern wurde vor nahezu 150 Jahren in Neuendettelsau gegrĂŒndet. Ganz offensichtlich sind diese Töne bis nach St. Johannis gekommen und haben die Kanzer so bewegt, dass sie zu dem Entschluss kamen, auch selbst einen Posaunenchor ins Leben zu rufen.
Damals im Jahre 1928 war die GrĂŒndung des Chores fĂŒr die Dorfjugend in der Kirchengemeinde St. Johannis und seinen umliegenden Orten ein willkommener Anlass sich musikalisch zu betĂ€tigen, Geselligkeit zu pflegen und dabei etwas Gemeinsames zu unternehmen.
Nun, wann war die offizielle Geburtsstunde unseres Chores?
Am 14. Januar 1928, in der Amtszeit von Pfarrer Gottfried BaumgĂ€rtner wurde ein Protokoll ĂŒber die GrĂŒndung eines Posaunenchores in der Kirchengemeinde St. Johannis mit eigener Satzung angefertigt.
Der Chor bestand zu diesem Zeitpunkt aus 7 BlĂ€sern. Im Laufe des Jahres vergröĂerte sich der Chor um weitere 3 BlĂ€ser. In der Zeit 1931/32 war der Chor bereits auf 16 BlĂ€ser angewachsen. Der Posaunenchor St. Johannis nahm auch am 8. Landes-Posaunentag am 2./3. Juni 1934 teil. In der Folgezeit, also im 3. Reich, ergingen Auflagen, Verbote und wurden Auftritte auf allen öffentlichen PlĂ€tzen untersagt. WĂ€hrend des Krieges (1939-1945) wurde eine Zwangspause angesagt.
Bereits 1945 kam es zu einem Neuanfang durch die Familie Trommer. Unter der Leitung von Karl Trommer wurde eine allgemeine Blaskapelle gegrĂŒndet. Diese spielte dann bei Bedarf auch in der Kirche bzw. bei kirchlichen AnlĂ€ssen. Herr Trommer war Kantor und Leiter des Kirchenchores. Die Ăra Trommer endete 1967.
Weitere Chorleiter waren :
- von 1967-31.10.1970: Ernst Knöchel
- 01.11.1970-30.09.1972: Armin Ritterhaus
- 01.10.1972-31.08.1984: Gotthard Schmidt (ab 1973 auch BlÀser)
- 01.09.1984-30.09.1989: Ernst Meyer (ab 1974 als BlÀser)
- 01.10.1989-31.12.2015: Gerhard Back (27 Jahre)
- seit 01.01.2016: Margit Freyer
Margit Freyer hat bereits vor 25 Jahren BlĂ€serinnen fĂŒr unseren Chor ausgebildet. Gerhard Back war wĂ€hrend seiner Chorleiterzeit auch als Nachwuchsausbilder fĂŒr viele unserer BlĂ€ser sehr engagiert. Dies fĂŒhrte dazu, dass wir immer wieder Nachwuchs bekamen, da ja viele JungblĂ€ser -sei es aus Schul- oder BerufsgrĂŒnden- unseren Chor wieder verlassen mussten.
Die Literatur, die Gerhard Back in seiner Zeit fĂŒr den Chor aussuchte, reichte von der Renaissance ĂŒber geistliche Musik bis zu Gospel und einem umfangreichen Volksliedergut. Dies fĂŒhrte dazu, dass der Posaunenchor immer wieder zu den verschiedensten AnlĂ€ssen im Laufe der Jahre bzw. des Kirchenjahres mitgestaltend dabei gewesen ist.
Erich Wich